Liebesorakel

//Liebesorakel

Liebesorakel der Pflanzen

Mich hat ein Halm gemachet froh:
Er sat, ich sollte Gnade finden,
Ich maß ein kleines Stückchen Stroh,
Wie ich zuvor es sah bei Kindern,
Nun höret zu und merket auf,
ob sie`s es tu: Sie tut, tut`s nicht, sie tut, tut`s nicht, sie tut.
Wie oft ich messen mocht, stets war das Ende gut.
Das tröstet mich, doch Glaub` gehöret auch dazu.

(Walther von der Vogelweide)

Das Gänseblümchen, die Margerite, der Klatschmohn und der Löwenzahn waren die bekanntesten Orakelpflanzen.

Durch Abzupfen der Blütenblätter versuchte man festzustellen: er liebt mich, er liebt mich nicht bzw. er liebt mich von Herzen, mit Schmerzen, ganz viel, ein bißchen, gar nicht – oder die Anzahl der Jahre herauszufinden, die noch bis zur Hochzeit vergehen würden.

Goethe setzte der Margerite ein Denkmal in der Gartenszene des Faust, wo Gretchen die weißen Blütenblätter mit dem heute noch bekannten Spruch abzupft.

Als Heiratsorakel wurden auch zwei Buxus-Blätter auf die heiße Herdplatte gelegt. Sie kräuseln sich dann – entweder auseinander oder aufeinander zu!

Am Sonnwendabend machten die Mädchen einen Kranz aus sechs Grasschmielen (Deschampsia caespitosa) in bestimmten Verschlingungen und zogen ihn dann auseinander. Was dabei entstand, war entweder ein einfacher Kreis oder Korb oder ein doppelt verschlungener – ist die Liebe ganz, so gerät der Kranz, ist die Liebe entzwei, ist ein Korb dabei.

2011-10-30T12:46:37+00:00 Valentinstag|0 Kommentare

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